Erhöhte Investitionen in Aus- und Weiterbildung notwendig
Düsseldorf, den 22.10.2008. „Angesichts der offensichtlichen Mängel in der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung muss die Wirtschaft eine qualifizierte Ausbildung noch mehr als bisher als eigene Aufgabe begreifen.“ Dies erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien e.V., Helmut Klemme vor der Presse in Düsseldorf. Im Verband Deutscher Großbäckereien sind Liefer- und Filialbäckereien zusammengeschlossen, die mehr als 60 Prozent des Branchenumsatzes repräsentieren.
Großbäckereien bräuchten wesentlich mehr qualifizierte Fachkräften als zur Verfügung stehen. Sie böten Nachwuchskräften vielfältige Ausbildungschancen. „Unsere Mitgliedsunternehmen bilden Bäcker, Berufskraftfahrer, Elektroniker, Mechatroniker, Fachpacker, Industriemechaniker und –kaufleute sowie Fachkräfte für Lebensmitteltechnik aus.“(Klemme)
Problematisch ist aus der Sicht des Verbandes die bestehende Ausbildungsordnung für die klassischen Branchenberufe Bäcker und Konditor sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. „Diese Ausbildungsordnungen sind noch sehr handwerksorientiert und verlangen die Vermittlung von Fertigkeiten, die von vielen Großbäckereien nicht angeboten werden können.“ (Klemme) Gute Chancen sieht der Verband für Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. In der Ausbildung werde die Vermittlung von Fertigkeiten in der Produktion und im Umgang mit hochmodernen Fertigungsanlagen vermittelt.
Der Verband sieht es als seine Aufgabe an, im Interesse der Branche geeignete Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung zu entwickeln und zu unterstützen– zum Teil mit Kooperationspartnern wie der Vereinigung der Backbranche, dem Berufsverband des Technischen Managements in der Backbranche.






