Pressemeldungen | 19.10.2026

Ehrensenator für die Brotkultur

Verband Deutscher Großbäckereien zeichnet Bernd Kütscher aus

Düsseldorf, 19. Oktober 2026 – Bernd Kütscher ist Ehrensenator des Deutschen Brot-Senats. Der Verband Deutscher Großbäckereien verlieh ihm die Auszeichnung jüngst. Die Laudatio hielt Hartmut Grahn, Ehrenpräsident der Vereinigung der Backbranche.

Auszeichnung für besondere Verdienste um das Brot

Mit der Ehrensenatorenwürde zeichnet der Verband Deutscher Großbäckereien Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft aus, die sich besonders um das Produkt Brot verdient gemacht haben. Zu den Brotsenatorinnen und Brotsenatoren zählen unter anderen die Getreideforscherin Prof. Dr. Katharina Scherf vom Karlsruher Institut für Technologie, der Lebensmittelwissenschaftler Prof. Dr. Mario Jekle von der Universität Hohenheim sowie Hartmut Grahn und Müller Christof Engelke.

„Bäcker von Geburt an“

In seiner Laudatio würdigte Hartmut Grahn Bernd Kütscher als Persönlichkeit mit vielen Talenten: mit Geschick für Technik und Organisation sowie mit der Gabe, Menschen zu begeistern und voranzubringen. „Du bist Bäcker von Geburt an mit einer nahezu unbändigen Leidenschaft für Brot und Backwaren, ein Mann, der die Extrameile geht“, sagte Grahn. Er hob Kütschers Verdienste als Direktor der Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim hervor, insbesondere seinen richtungsweisenden Einsatz für die Aus- und Weiterbildung im Bäckerhandwerk. Ebenso würdigte er sein Engagement für das Ansehen des Brotes, nicht zuletzt durch eine Kommunikation, die den Wert des Brotes sichtbar mache.

Vom Brotregister bis zur Nationalmannschaft

Bernd Kütscher, Bäckermeister und Betriebswirt aus der Eifel, gehört zu den bekanntesten Vertretern der deutschen Brotkultur. Von 2006 bis 2025 leitete er als Direktor die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim. Ab 2008 war er zugleich Geschäftsführer des Deutschen Brotinstituts. Dort initiierte er das Deutsche Brotregister. Es ebnete den Weg dafür, dass die Deutsche Brotkultur 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen wurde.

Mit der Weinheimer Brotsprache schuf Kütscher die Grundlage für die Ausbildung zum Brot-Sommelier. Er rief die Deutsche Bäckernationalmannschaft ins Leben und ist Jurypräsident beim internationalen Nachwuchswettbewerb des Bäcker-Weltverbands. Einem breiten Publikum wurde er als Juror der ZDF-Sendung „Deutschlands bester Bäcker“ und als Buchautor bekannt.

Seit Juni 2025 ist Kütscher Vorsitzender der Geschäftsführung der Bäckerei Achim Lohner in Polch. Das Unternehmen betreibt knapp 200 Fachgeschäfte und beschäftigt etwa 2.200 Mitarbeitende.

Plädoyer für ein positives Bild vom Brot

Wie sehr ihn das Thema weiter umtreibt, zeigte Kütscher wenige Stunden vor der Ehrung in einem Vortrag. Er spannte den Bogen von den Wurzeln der Brotkultur bis zu den sozialen Medien, in denen reichweitenstarke Beiträge den Wert des Brotes infrage stellen. „Wir haben kein Qualitäts-, sondern ein Wahrnehmungsproblem“, sagte Kütscher und warb für eine positivere Kommunikation über Brot.

„Bernd Kütscher hat wie kaum ein anderer dafür gesorgt, dass Brot in Deutschland als Kulturgut wahrgenommen wird“, so Norbert Lötz, Präsident des Verbandes Deutscher Großbäckereien. „Dass er heute selbst ein großes Filialunternehmen führt, zeigt: Brotkultur und leistungsfähige Bäckereien jeder Größe gehören zusammen.“

Foto zur Veröffentlichung frei. Quelle: E. Decouard / grossbaecker.de