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Berufe rund ums Getreide

Eine wichtige Voraussetzung für die tagtäglich gute Brotqualität in Deutschland ist die gute Berufsausbildung der Menschen, die mit ihrer Arbeit vom Acker über die Mühle bis zur Backstube dafür sorgen. Nicht umsonst steht jeweils eine dreijährige Ausbildung am Beginn der Berufslaufbahn für angehende Landwirte, Müller und Bäcker. So wird die Qualität in der Getreidekette sichergestellt - zudem sind Ausbildungen und Berufe für junge Leute interessant. Einstiegsinfos dazu gibt's unter den angegebenen Internetadressen.

Beim Landwirt fängt die Qualität an

Vielfalt und Getreidequalität fängt schon beim Saatgut an. Über 100 Weizen- und rund 30 Roggensorten stehen dem Landwirt zur Wahl. Schon bei der Aussaat muss er an die von Mühlen und Backgewerbe benötigten Mahl- und Backqualitäten seines Getreides denken, wenn er es nach der Ernte als Brotgetreide verkaufen will. Es gilt zu entscheiden, welche Sorten am besten zu seinen Standorten passen, um optimale Qualitäten zu erzielen. Richtige Düngung, fachgerechter Anbau und umweltverträgliche Pflegemaßnahmen und die Kunst, den richtigen Erntezeitpunkt abzupassen, wollen gelernt sein. All das hat dazu geführt, dass heute in Deutschland durchweg gute Getreidequalitäten erzeugt werden können.

Berufsbild "Landwirt/-in"

Der Müller an der Schaltstelle für Qualität

Die Müllerei sichert mit Einsatz schonender, hygienischer und moderner Mahltechnologie sowie vielfältigen Kontrollmaßnahmen ein hohes, gleichmäßiges Qualitätsniveau - dazu braucht es qualifizierte Mitarbeiter/-innen. Schon bei der Anlieferung nehmen sie das Korn prüfend unter die Lupe. Inhaltsstoffe werden untersucht, Probevermahlungen und Backversuche gemacht. Besonders wichtig ist die diffizile Kunst der müllerischen Reinigung. Denn gutes Mehl kann nur aus sauberen, gesunden Rohstoffen hergestellt werden. Die große Vielfalt von Mehlen und Schroten wird jeweils auf die differenzierten Anforderungen der ver-schiedenen Gebäckqualitäten abgestimmt. So sorgen die heute als „Verfahrenstechnologen/-innen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft“ ausgebildeten Fachleute dafür, dass Bäckern und Hausfrauen ihre Backrezepturen stets gleich gut und sicher gelingen.

Berufsbild „Verfahrenstechnologe/-in“(Müller/-in)

Der Bäcker backt mit guter Qualität

Zum Brotbacken werden nach wie vor die traditionell bewährten Grundzutaten verwendet: Mehl, Wasser, Salz und als Teiglockerungsmittel Hefe bzw. Sauerteig. Über zusätzliche Le-bensmittel-Zutaten wie z.B. Nicht-Brotgetreidearten, Molkereiprodukte, Ölsaaten, Gewürze sowie besondere Teigführungen und Backverfahren entsteht - neben den Standards - eine Vielzahl betriebsindividueller Brotsorten. Dafür sind differenzierte Rohstoffkenntnisse, theoretisches Fachwissen und handwerkliches Können erforderlich: Im Umgang mit modernen Maschinen zur Teigherstellung, hochtechnisch entwickelten Backöfen und elektronischer Steuerung der gesamten Backtechnik. Gut ausgebildete Bäckerinnen und Bäckern produzieren mit Sorgfalt bei der Rohstoffauswahl, Sachkenntnis und Hygiene in der Verarbeitung, Berücksichtigung von ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und Kreativität in der Rezepturgestaltung verbrauchergerechte Brote und Kleingebäcke, die sich durch typische Geschmackserlebnisse und wertvollen Korninhaltsstoffe auszeichnen.

Berufsbild "Bäcker/-in"

Quelle: GFM, Bonn