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Brot richtig aufbewahren

In jedem fünften Haushalt wird das tägliche Brot falsch aufbewahrt. Das hat eine Repräsentativerhebung ergeben. Damit die Qualität der Produkte auch bis zum Zeitpunkt des Verzehrs möglichst optimal bleibt, sind einige wichtige Regeln für den Haushalt zu berücksichtigen. Diese können aus haushaltswissenschaftlichen und lebensmitteltechnologischen Untersuchungen abgeleitet werden.

Eine einfache Faustregel für den Einkauf: Helle Brote und Brötchen, d.h. mit hohem Weizenmehlanteil, sollte man nicht zu lange lagern. Diese werden besser öfter in kleineren Portionen gekauft. Mehr roggenhaltige Sorten lassen sich meist gut ein paar Tage aufbewahren und sind daher ideal z.B. für übers Wochenende und an Festtagen.

Für die Aufbewahrung in der Küche gilt: Brot und Brötchen sind generell bei Zimmertemperatur am besten aufgehoben. Soll ein Brot längere Zeit gelagert werden, muss man es vor dem Austrocknen schützen: Dazu ist eine möglichst luftdichte Aufbewahrung empfehlenswert. Normalerweise gehört Brot nicht in den Kühlschrank. Denn dort werden sie schneller altbacken. Ausnahmsweise, d.h. besonders bei feucht-warmer Witterung im Sommer, kann kurzfristig eine Lagerung im Kühlschrank zweckmäßig sein. Dann ist es wichtiger, dem Schimmel vorzubeugen, wenngleich man dabei eine etwas schnellere Brotalterung in Kauf nehmen muss.

Der Schimmelschutz ist ein Kapitel für sich: Grundsätzlich werden alle Ganzbrote in Deutschland entsprechend gesetzlicher Vorschriften ohne Konservierungsstoffe gebacken und verkauft, deshalb darf mit dieser Selbstverständlichkeit auch nicht geworben werden. Zudem verzichtet das deutsche Backgewerbe insgesamt fast völlig auf chemische Konservierung: Umso mehr kommt es daher auf den Schimmelschutz daheim an. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme im Haushalt ist die Reinigung des Brotbehälters: Diese sollten alle ein bis zwei Wochen mit Essig oder Essigessenz-Lösung gereinigt und anschließend mit einem Papiertuch sorgfältig trockengerieben werden. Da ist keine “Haushaltschemie” nötig, das alte Hausmittel Essig hat sich nach Untersuchungen des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide (Detmold) als optimal erwiesen.

In der Haushalts-Gefriertruhe oder in geeigneten TK-Fächern kann Brot bis zu einigen Wochen lagern. Dazu sollte es allerdings in Gefrierbeuteln verpackt sein. Das Auftauen geschieht bei Raumtemperatur - zweckmäßigerweise über Nacht, denn das Brot sollte mindestens fünf Stunden vor dem Verzehr aus dem Froster genommen werden. Wird das Brot in Scheiben geschnitten eingefroren, ist auch ein kurzfristiges Auftauen einzelner Scheiben im Toaster möglich - nicht nur bei Toastbrot.

Quelle: GFM, Bonn